Mikrobenzirkus

Gesund mit Mikroben leben


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Dirty Money – Wie schmutzig ist unser Geld?

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Schmutziges Geld (Pixabay)

»Pecunia non olet!« – Das Geld nicht stinkt, wusste bereits der römische Kaiser Vespasian. Dies ist aber nur bedingt wahr.
Genauso wie Türklinken oder Lichtschalter gehen auch Münzen und Banknoten durch viele verschiedene Hände. Unser Portemonnaie ist nicht nur heimelige Heimstatt klimpernder Münzen und knisternder Scheine.
Unser Geld ist – das haben verschiedene Studien gezeigt gründlich mit Fäkalien und Krankheitserregern überzogen. Das Prinzip ist ganz einfach: Ihr müsst nur auf die Toilette gehen und euch danach nicht die Hände waschen. Das ist die beste Voraussetzung, um über die Hände die fäkalen Darmkeime in der gesamten Umgebung effektiv zu verbreiten. Es ist auch nicht ungewöhnlich wie ein Blick in die Praxis zeigt. Laut einer Britischen Studie legen 62 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen keinen gesteigerten Wert auf das Händewaschen nach dem Toilettenbesuch.

Banknoten sind nicht steril

Trotz fließendem Wasser in jeder Wohnung und jeder öffentlichen Toilette sind die Scheine stark verunreinigt. Während bei uns die Hände oft aus Bequemlichkeit nicht gewaschen werden, stehen in ärmeren Ländern dahinter ganz andere Probleme. Ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu ordentlichen Klos und viele nicht mal zu sauberen Trinkwasser. Ein Großteil der über Fäkalien verbreiteten Bakterien sind Krankheitserreger und können schwere Durchfälle verursachen. Gerade die kleineren Banknoten wechseln sehr oft den Besitzer. Deshalb sind die unsichtbaren Bremsspuren auf Geldscheinen besonders in ärmeren Ländern ein Gesundheitsproblem.

Dabei ist Münzgeld weniger problematisch als Banknoten, wie wir später sehen werden. Die glatte Oberfläche der Geldmünzen bietet Bakterien wenig Halt. Kupfermünzen, wie die 1- ,2-, oder 5-Cent Münze wirken sogar antibakteriell. Das Kupfer gibt Ionen ab, die die Mikroorganismen nicht gut vertragen. Münzen sind für Mikrobiologen daher eher langweilig. Die richtig interessanten Untersuchungsobjekte sind die Geldscheine! Bis zu 3000 verschiedene Keime tummeln sich auf einer einzigen 5 Euro Note.

Unser Geld ist viel schmutziger als gedacht!

Das enthüllte eine Analyse der DNA, des Erbgutes, auf den Geldscheinen. Die Wissenschaftler machten dabei eine erstaunliche Anzahl von Mikroorganismen ausfindig, die sich auf Geldscheinen mit Vorliebe häuslich einrichten.

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US-Dollar (Pixabay)

Beim »Dirty Money Project« nahmen die Forscher der New York University die unsichtbaren Bakterien unter die Lupe, die unser Bargeld besiedeln. Sie untersuchten die Erbinformation auf Ein-Dollar-Scheinen und fanden so heraus, dass Hunderte von verschiedenen Bakterientypen auf die Reise gehen, wenn Banknoten von der einen Hand zur anderen wandern. Dabei entdeckten die Forscher, dass eine überraschend hohe Anzahl von Mikroben potenzielle Krankheitserreger sind. So entsteht ein Problem von internationaler Reichweite! Unser Zahlungsmittel Geld – von Rupien über Dollars bis zu Euros – ist ein »Tauschmittel für Hunderte von Bakterienarten«, da Papiergeld am häufigsten herumgereicht wird.

Die Wissenschaftler identifizierten auf den Ein-Dollar-Scheinen mit ultraschnellen Gensequenzierungsmethoden 3000 Bakterientypen – weit mehr als jemals bei vorhergehenden Studien unter dem Mikroskop zutage traten. Dafür hatten sie im Jahre 2013 achtzig Ein-Dollarscheine bei einer Bank in Manhattan eingesammelt und das Erbgut analysiert. Insgesamt brachten die Scheine 1,2 Milliarden DNA-Segmente zum Vorschein – eine unglaubliche Puzzlearbeit. Um all diese genetischen Daten zu speichern, war eine digitale Speicherkapazität von 320 Gigabytes notwendig. Und sie wurden fündig. Sie stießen auf Erbgut, das so vielfältig war wie das Leben in der Metropole in New York selbst ist. Neben beispielsweise Bakterien, Pilzen und Vieren fanden sie auch Pferde- und Hundespuren und sogar die DNA eines Breitmaulnashorns.

Mit Abstand am häufigsten kommen auf Geldscheinen Bakterienspezies vor, die Akne verursachen. Andere Erreger erzeugen Magengeschwüre, Lungenentzündungen, Lebensmittelvergiftungen oder andere Infektionen.

Als »Best of« der Gästeliste eines ordinären Geldscheines sind zu nennen: natürlich E. coli unser liebstes Darmbakterium vor – obwohl es auf Papier eigentlich nicht so richtig gut überleben kann. Daneben tummeln sich Salmonellen auf den Baumwollfasern der Papierscheine oder auch Staphylokokken, Eiter- und Infektionserreger, die häufig auf dem Menschen mitreisen. Teilweise sind sogar multiresistente Bakterien nachweisbar, gegen viele Antibiotika resistent sind.

Warum können Mikroorganismen überhaupt auf Geldscheinen leben?

Im Prinzip könnte die Banknote auch Endstation für jeden Keim sein, schließlich ist sie meist trocken und nährstoffarm. Aus die Maus!
Manche Bakterien sind aber Überlebenskünstler und können bis zu 24 Stunden auf den trockenen Papieroberflächen überdauern. So schaffen sie es, vom Schein über die Hände in unseren Mund oder unsere Augen zu gelangen. Wenn das Geld nass oder sogar nass und warm wird, können sich die Erreger sogar noch länger halten.

Umso länger eine Banknote im Umlauf ist, desto rauer wird ihre Oberfläche und ihre Keimbelastung steigt. Mit jeder Berührung hierlassen wir auf einem Geldschein winzige Rückstände aus Haut und Ölen. Wandert der Schein durch viele Hände, wird er immer mehr mit einer solchen Schicht überzogen. Und das bedeutet: Je älter der Schein, desto mehr »Mikrobenfutter« befindet sich auf ihm. Deshalb werden die Banknoten in der Europäischen Union innerhalb weniger Jahre wieder aus dem Verkehr gezogen.

Taler, Taler – Du musst wandern!

Jedes Jahr flattern allein fast 150 Milliarden neue Banknoten rund um den Globus. Die müssen allerhand aushalten. Sie sollen widerstandfähig gegen Schmutz, Hitze und auch noch fälschungssicher und maschinenlesbar sein. Nach diesen Kriterien werden die Trägermaterialien für Geldscheine ausgewählt.
Dabei haben Forscher herausgefunden, dass das verwendete Material der Geldscheine sehr wohl Einfluss auf die Bakteriendichte hat. Ein-Dollar- oder auch unsere Euro-Banknoten bestehen aus einem Baumwoll-Leinen-Gemisch und halten im Schnitt gerade mal 21 Monate. Um Papiergeld zu einem längeren Leben zu verhelfen, haben sich Länder wie beispielsweise Kanada oder Bhutan für Bögen aus flexibler Polymerfolie entschieden, die Vorteile hat. Australische Wissenschaftler an der University of Ballarat haben herausgefunden, dass sich auf den Polymerscheinen deutlich weniger Organismen als auf baumwollbasierten Bankscheinen niederlassen. In puncto Sauberkeit und Relevanz für die Gesundheit liegen die Polymerscheine ganz vorne.

Nun muss ich hier keine Panik verbreiten! Auf den Geldscheinen finden die Forscher mit ihren hochmodernen Methoden zwar eine Menge verschiedener Keime. Doch die Menge der einzelnen Bakterien ist gering. Sie reichen – in der Regel – gar nicht aus, um einen Menschen wirklich krank zu machen. Außerdem müssen die wenigen kleinen Übeltäter darunter auch erst einmal in unseren Körper gelangen. Dazu ist es völlig ausreichend, sich regelmäßig die Hände zu waschen!

Etwas kritischer wird es dort, wo Geld mit Lebensmitteln direkt in Berührung kommt – zum Beispiel beim Metzger oder Bäcker. Einweg-Handschuhe zum Einpacken der Produkte sind eine gute Alternative, die zum Kassieren ausgezogen werden. Es gibt sogar schon Bezahlautomaten in einigen Bäckereien in Nordrheinwestfalen, die mit Keime nicht vom Bargeld auf dem Brötchen landen. In Tankstellen und einzelnen Supermärkten sind sie auch schon Normalität.

Was bringt „Geldwäsche“ ?

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Um die Keime klein zu kriegen, werden Scheine auch gereinigt. Allen voran sind die Japaner zu nennen – sozusagen die »Geldwäscher unter den Nationen«. Kein Volk legt so viel Wert auf Hygiene, wie die Japaner. Das gilt für saubere Straßen, futuristische-anmutenden Toiletten und natürlich auch für japanisches Geld. Die fast keimfreien Scheine entstehen durch eine Heißluftbehandlung. Die Geldautomaten erhitzen jeden Yen vor der Ausgabe auf 200 Grad. Da bekommt der Begriff »heißes Geld« nochmal eine ganz positive Bedeutung. Weltweite Hygienespitze sind die Japaner damit aber nicht. Ein internationaler Vergleich aus dem Jahre 2010 hat ergeben, der australische Dollar der sauberste und der chinesische Yuan der »dreckigste« Schein der Welt sind.

Ist bargeldlos gesünder?

Sollten wir vielleicht nur noch bargeldlos einkaufen und auf EC- und Kreditkarte wechseln? Auch nicht besser: An den viel frequentierten EC-Automaten kommen am PIN-Tastenfeld wiederum Bakterien vor, die übrigens genauso häufig und vielfältig vertreten sind wie auf öffentlichen Toiletten.

Ist bargeldlos also wirklich gesünder? Experten sagen nein. Denn die wenigen Keime einer Art, die sich auf den Geldscheinen oder Münzen befinden, reichen gar nicht aus, um eine Infektion zu verursachen. Aber – und das ist das Gute daran – sie trainieren unser Immunsystem und steigern unsere körpereigene Abwehr. Unser Bargeld könnte also tatsächlich gesundheitsfördernd sein, weil es den Körper in Kontakt mit Keimen von ganz vielen verschiedenen Menschen bringt. Eine »gesundheitsfördernde Keim-Tauschbörse« sozusagen!

Ihr könnt aber selbst einiges tun, um die Keimbelastung auf eurem Bargeld so gering wie möglich zu halten. Keime brauchen Feuchtigkeit und Wärme, um zu wachsen. Daraus lässt sich mit glasklarer Logik eine grundlegende Regel ableiten. Nehmt euer Geld nicht in den Mund! Ihr leckt ja auch keine Türklinken oder Treppengeländer mit gleicher Keimbelastung ab.

Auch die beliebte Angewohnheit lose Geldscheine in der Hosentasche – nahe am Körper – zu tragen, ist keine gute Idee. So werdet ihr zum »schnellen Brüter« für Keime. Das ist ein optimales Milieu, dass sie sehr mögen und in dem sie sehr lange überleben können. Genauso arbeitet eine angewärmte Brieftasche, die Körpertemperatur hat, als Petrischale, um Keime wachsen zu lassen. Von Tag zu Tag fühlt sich eine immer größere Zahl an Bakterien in eurer Geldbörse wohl.

Wenn ihr euch nach dem Einkaufsbummel oder Geldabheben regelmäßig die Hände wascht, seid ihr auf der sicheren Seite  – vor allem vor dem Essen oder vor der Zubereitung von Speisen. Das sollten ihr in der kalten Jahreszeit – in der jeder erkältet ist – sowieso jedes Mal tun, weil Geld nur einen Infektionspunkt für Grippe & Co darstellt. Ein intaktes Immunsystem kommt mit der Keimbelastung gut zurecht.

Also keine Angst vor Geld!

Mikrobiologische Grüße

Susanne


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Probiotische Zucchini

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Fermentierte Zucchini solltest Du unbedingt mal probieren! (Quelle: Susanne Thiele)

Ran an die Zucchini! Wusstest Du schon, dass man sie auch fermentieren kann. Sie schmecken dann wie milchsaure Gurken und sind ziemlich lecker und außerdem richtig gesund für Deine Darmflora.

Was brauchst Du?

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Chili
  • 3 frische Dillzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 g kleine Zucchini
  • 1 gehäufter Esslöffel (20g Meersalz)
  • 3 Weinblätter (wenn vorhanden, sonst geht es auch ohne)
  • 1 Liter Bügelglas, kleiner Glasdeckel als Gewicht)

Wie funktioniert es?

  • 1 Liter Schnappglas vorbereiten. Deckel und Gummiring gut heiß ausspülen!
  • Chili in Streifen schneiden (Kerne bleiben drin). Mit Knoblauch, Dill und Lorbeerblatt unten in das Glas geben.
  • Zucchini gründlich waschen. Beide Enden abschneiden und dann in 2-3 cm große Stücke zerteilen.
  • Zucchini so eng wie möglich in das Glas schichten. Etwa 2 cm Freiraum unter dem Glasrand lassen. Das Glas gut verschließen!
  • 4-5 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Glas nicht öffnen! Die Gase entweichen trotzdem, weil der Deckel nicht komplett schließt.
  • Die Zucchini und Blätter müssen komplett unter Wasser bleiben. Dazu kleine Gewichte oder kleinere Glasdeckel verwenden.
  • Nach 1-2 tagen wird das Wasser etwas trüb und die Zucchini verändern ihre Farbe und werden etwas blasser. Das ist alles OK so ;-)!
  • nach 4-5 Tagen kannst Du das Glas in den Kühlschrank stellen und die Fermentation verlangsamen. Richtig gut schmecken sie . wenn sie im Kühlschrank noch 2 Wochen langsam weiter fermentieren.

 Tipp:

Das Zucchiniwasser steckt voller wertvoller Probiotika. Also nicht weggießen, sondern als Salatsoße oder in Suppen verwenden. Man kann es sogar vor den Mahlzeiten trinken zur Verdauungsförderung – wer es mag 😉

Na dann mal los!

Probiotische Grüße an alle Fermentistas

Susanne


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Der Mikrokosmos in unserer Handtasche

Mikrokosmos_ Handtasche

Handtaschen enthalten mehr Bakterien als Toilettensitze. (Quelle: S. Thiele)

Weibliche Handtaschen sind das Chaos in seiner schicksten Verpackung! Ich weiß, wovon ich rede! Meine Handtasche hat oft die Funktion eines »Wurfspindes« – sämtliche Utensilien schlummern bunt durcheinander gewürfelt in ihr.

Zum Inhalt einer ganz klassischen Frauen-Handtasche gehören unter anderem: Snacks, Handy, Portemonnaie, Schlüsselbund sowie Lippenstift und andere Kosmetika.
Sind noch kleinere Kinder mit im Spiel, potenzieren sich die Gegenstände in der Tasche nochmal, die wir Frauen täglich mit uns herumschleppen um: Murmeln, Reiswaffelkrümel, drei Pixibücher, ein Stück alte Brezel und die Blumenspangen mit Glitzer. Na kommt Ihnen das bekannt vor?

Schon das Wühlen in der Damenhandtasche kann also zur Abenteuerexkursion ausarten. Frau verbringt durchschnittlich 76 Tage ihres Lebens damit, in ihrer Handtasche nach Gegenständen zu suchen. Ungelogen! Und besonders gesund ist es auch nicht.

Fakt ist: Die Handtasche ist das Accessoire Nummer 1 der meisten Frauen und darf uns sogar bis auf stille Örtchen begleiten. Doch als ständiger „Bodyguard“ sammelt sie auch so allerhand unterwegs auf. Habt ihr euch schon mal gefragt, ob es wirklich eine gute Idee ist, die schicke Handtasche auf dem Küchentisch abzustellen?

Eine Studie des britischen Dienstleisters »Initial Washroom Hygiene« kam zu dem Ergebnis, dass Handtaschen große Keimfallen sind. Sie sind Krankheitsüberträger, weil sie regelmäßig in Kontakt mit unseren Händen und einer Vielzahl von Oberflächen kommen. Jede fünfte Handtasche ist laut dem Test mit Bakterien regelrecht verseucht.
Bis zu 1000 Bakterien kommen in und auf neun von zehn Handtaschen vor. Ein Toilettensitz beherbergt dagegen nur 150 verschiedene Bakterien. Damit tummeln sich in der Handtasche mehr Bakterien als auf einem durchschnittlichen Toilettensitz .

Und seid mal ehrlich! Was verstauen wir alles mal so schnell in der Handtasche. Ein benutztes Taschentuch, offene Kekspackungen, winzige Papiere mit durchgekauten Kaugummis, Tücher oder auch mal ein Paar Seidenstrümpfe. Wenig erstaunlich, dass die Forscher im Inneren der Tasche Keime wie Enterobakterien, Pseudomonas oder Pilze finden.

Besonders anfällig für Keime sind übrigens Handtaschen aus Leder, weil das schwammartige Gewebe einen besonders guten Nährboden für die Ausbreitung und das Wachstum von Bakterien bietet.

Und: Nicht nur die Handtasche sondern auch ihr Inhalt ist in hohem Maße mit Bakterien übersät. Egal ob es sich um Döschen und Tuben mit Gesichts- oder Handcreme , Lippenstift oder Mascara handelt. Der schmutzigste Gegenstand in der Tasche ist oft die darin befindliche Handcreme.

Entleert am besten die Handtasche regelmäßig und entfernt jeglichen „Sondermüll“ daraus. Fusseln, Haare oder Krümel haben hier nichts zu suchen. Und Hand aufs Herz: Wann haben ihr eure Handtasche das letzte Mal von innen gereinigt? Dann geht es euch wie 80 Prozent der Frauen in Großbritannien.

Deshalb gilt der Expertentipp: Die Tasche regelmäßig entrümpeln und sie innen feucht zu reinigen und auch mal mit Desinfektionsspray auszusprühen. Achtet darauf, die Kosmetika nicht tagelang in der Tasche zu lassen.

Außerdem solltet ihr dort auch keine Fressvorräte für schlechte Zeiten anlegen, keine offenen Lebensmittel aufbewahren oder benutzte Taschentücher wochenlang spazieren tragen. Gerade in Jahreszeiten, in denen das menschliche Immunsystem anfälliger ist, sollten bestimmte Spielregeln der Sauberkeit und Hygiene gelten.

Vorausetzung aller vorbeugenden Maßnahmen ist sowieso das regelmäßige Händewaschen. Hier gilt gründlich waschen und insbesondere die Handrücken und Zwischenfingerbereiche, Fingerkuppen und Nägel.
Besonders nach der Schatzsuche in der Handtasche solltet ihr eine Runde Händewaschen einplanen! Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheiten, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt.

Und ich geh jetzt mal meine Handtasche aufräumen!

Mikrobiologische Grüße

Susanne


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Fermentation-Party: Tomaten-Ingwer-Salsa

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Fermentierte Tomaten-Ingwer-Salsa (Quelle: Susanne Thiele)

Fermentierte Saucen sind der absolute Knaller – geschmacklich aufregender und einfach viel interessanter als die bekannten Alternativen.

Ich habe hier eine Tomaten-Ingwer Salsa ausprobiert und nach eigenem Geschmack abgewandelt. Anlass für die Rezeptauswahl waren viele grüne Tomaten, die nicht mehr im Garten nachreifen wollten. Letztendlich musste ich aber doch noch ein paar rote Tomaten dazu nehmen, weil die Menge nicht ausreichte. Sonst wäre die Salsa knallgrün geworden.

Zutaten:

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Zutaten für die Salsa (Quelle: Susanne Thiele)

  • 1 Kg grüne unreife Tomaten (hier gemischt mit roten Tomaten)
  • 1 grüne Chilischote oder hier 2 rote Pepperoni
  • 1 dicke Zwiebel
  • 1 dickes Stück Ingwer
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Rohrzucker

Zubereitung:

  • Tomaten waschen
  • Chili oder Peperoni entstielen und nicht entkernen, alles grob würfeln
  • Zwiebel und Ingwer schälen und würfeln
  • mit Salz und Zucker verrühren
  • mit Küchenmaschine oder Stabmixer fein pürieren
  • evtl. nachwürzen falls gewünscht
  • in hohes Glas füllen und täglich einmal mit langen Steil eines Holzlöffels umrühren, damit die Bläschen entweichen können.

Fermentationsdauer:

Nach 3-4 Tagen probieren, ob die Sauce eine leichte Säure angenommen hat.

Nach 7-10 Tagen ist die Salsa fertig und kann in den Kühlschrank oder auf den Tisch.

Haltbarkeit: 2-3 Monate, vegan

 

Tipp: In kleinere hübsche Flaschen abfüllen zum Verschenken

 

Probiotische Grüße

Susanne

 

 

 

 

 


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Marokkanische Salzzitronen

Salzzitronen
Die fermentierten Salzzitronen sind ein Klassiker in der Marokkanischen Küche und werden dort zum Würzen vieler Gerichte verwendet.
Die Salzzitronen haben ein einzigartiges salzig-saures Aroma. Durch die Fermentation kommt man auch in den Genuss der Schale.
Zutaten:
  • 1kg kleine Bio-Zitronen
  • 4 EL Meersalz
Zubereitung:
  • Zitronen gut abwaschen und an beiden Enden abschneiden
  • Alle Zitronen bis auf eine so vierteln, dass sie an einem Ende noch zusammenhängen
  • Die Viertel leicht auseinanderziehen und einen halben TL Salz hineingeben.
  • Zitronen wieder zusammendrücken
  • 1 Zitrone auspressen und die beiden ausgepressten Schalenhälften kleinschneiden
  • Alles in ein großes Bügelglas schichten, gut zusammendrücken
  • ausgepressten Zitronensaft darüber geben, bis sich aus Saft und  Salz eine Lake bildet.
  • wenn nicht genug Saft vorhanden ist, etwas lauwarmes Wasser darüber geben – bis es bedeckt ist.
  • Mit einem Gewicht beschweren und drei bis vier Wochen fermentieren lassen
  • Haltbarkeit 1-2 Jahre
Wichtig:
Es sollten keine Hohlräume im Einmachglas entstehen, also so weit es geht mit Zitronen füllen. Auch sollte sehr sauber gearbeitet werden, damit sich keine Keime bilden und die Zitrone nicht gärt. Das Fruchtfleisch wird nicht verwendet, sondern nur die Schale und die Flüssigkeit im Einmachglas. Zuerst solltet ihr vorsichtig mit den Salzzitronen würzen, wenn sie euch zu stark sind, könnt ihr sie vorher etwas wässern.
Zu verwenden als:
salzzitronen1Würze für Soßen und Eintöpfen -ganz klein geschnitten in Salaten, Kräuterquark, Brotaufstrichen mit Oliven oder Thunfisch -für Gulasch und Tajine , in Hähnchen oder Rindfleischgerichten.
Guten Gelingen!
Probiotische Grüße
Susanne 🙂

 


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Mikrobenzirkus on Tour: Triora – Von Hexen und ligurischen Spezialitäten

Triora Titel2In diesem Sommer ging es mit der Familie samt Wohnwagen nach Italien an die wunderschöne Ligurische Küste in die Nähe von San Remo. Für die BlogTour „Bella-Italia“ des Blogs „Leckere Kekse“ berichte ich über ein besonderes Highlight unserer Reise: Triora – ein mittelalterliches Hexendorf und seine kulinarischen Genüsse.
Also lasst euch entführen auf eine kleine Zeitreise nach Italien und ein paar Mikroben für fermentierte Spezialitäten kommen bei mir natürlich auch immer vor.

Triora liegt ganz verschlafen mitten im tiefgrünen Valle Argentina am Bergrücken des „Monte Saccarello“ auf einer Höhe von fast 800 m. Eine gute halbe Stunde von der Küste der ligurische Blumenriviera zwischen Imperia und San Remo. Der Name der Stadt stammt von „tria ora“, drei Mündern, die Backen des Cerberus, die traditionell die drei Produkte repräsentieren, auf denen die regionale Wirtschaft aufbaute: Weizen, Kastanien und Trauben.

Triora ist bekannt und beworben als „Hexenstädtchen“. So sind wir auch darauf aufmerksam geworden. Hier kennt jeder die Geschichte von strie und basue, Hexen und Zauberinnen.

 

Das ligurische Salem

IMG_5647Die Jahre 1587 bis 1589 waren die „Hexenjahre“ von Triora. Auslöser für die Hexenverfolgung war eine große Hungersnot in der Republik Genua. Der zu dieser Zeit regierende „Podestà“ Giulio Scribani suchte einen Schuldigen und nutzte außergewöhnliche Maßnahmen, um unschuldige Frauen zu unglaublichen Geständnissen zu zwingen. Er war so grausam, dass sogar religiöse und bürgerliche Autoritäten eingreifen mussten, um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. So wurden in Triora einige Frauen des Ortes Opfer eines der blutigsten Hexenprozesse Liguriens.

Triora gedenkt seit 1988 den unschuldigen Frauen und hat ihnen zu Ehren ein Denkmal errichtet. Es zeigt eine freundlich lächelnde Hexe. Sie hat einen großen Besen und eine Schöpfkelle in der Hand.

Die Geschichte prägt die Menschen in Triora noch heute. Italiens aus Zeitung und Fernsehen bekannteste Hexe Angela-Maria Zuchetto lebt in der Nähe in Molino di Triora. In ihrem mit Diesteln und Eichenzweigen dekoriertem Hexenladen verkauft sie geheimnisvolle Rezepturen und die Erinnerung an der Vergangenheit der Region.

Sie ist die Nachfahrin eines Mädchens aus Triora. Zusammen mit 13 weiteren Frauen und Männern war Francescina Chioceto 1588 der Hexerei angeklagt. Sie sollen sich regelmäßig am Sabbat versammelt haben, wo sie auf einem Besen reitend dem Teufel in Gestalt eines Bocks huldigten.

Diese Zusammenkünfte fanden laut Überlieferung in der „Cabotina“, am östlichen Ortsausgang von Triora statt. Die Inquisition reiste aus Genua an und klärte die Angelegenheit vor Ort. Man folterte die jungen Leute, eine der Hexen stürzte sich aus dem Fenster, die übrigen wurden nach Genua gebracht und dort in den Kerkern einfach vergessen.

HexenMuseum Triora

Das Ethnografische Museum in Triora – das wir uns auch angeschaut haben – hat hierzu eine Ausstellung auf mehreren Etagen. Die dort gezeigten Dokumente erzählen von den schrecklichen Torturen und den erbarmungslosen Befragungen. Vier düstere Räume sind diesem tragischen Kapitel der lokalen Vergangenheitsbewältigung gewidmet.

Seither ist die Gegend im ligurischen Argentina-Tal „Hexenland“. Man trägt das korallenrote „corno“ Amulett, um sich gegen das böse Auge zu schützen. Der Aberglaube ist weitverbreitet. Die Kräuterweiber der Region nehmen für sich in Anspruch weiße, also gute Hexen, zu sein. Sie kennen jahrhundertealte Rezepte gegen Husten und Heiserkeit, Kreuzschmerzen, Liebenskummer und Impotenz. Manchmal heilen sie durch Handauflegen.

Wunderschöne mittelalterliche Stadt

Aber Triora hat noch viel mehr zu erzählen oder viel mehr zu zeigen. Verwinkelte Gässchen, kleine und große Palazzi, historische Plätze, Kirchen und eine Burg. Triora sollte man nicht durcheilen, man sollte innehalten und die Landschaft auf sich wirken lassen – Triora wie verhext!

Bei einem Spaziergang durch die Gassen, unter in Felsen gemeißelte Arkaden und Bögen hindurch und an alten verfallenen Hauseingängen vorbei, bekommt man das Gefühl, die Zeit zurückgedreht zu haben.

Triora - Portale ArdesiaBesonders schön sind die Schieferportale in Triora, vom gotischen Portal der Collegiata (12. Jahrhundert) oder den Portalen der Adelspaläste mit den eingemeißelten Symbolen der Adelsgeschlechter bis hin zu Zeugnissen aus der Zeit der französischen Revolution mit ihren Architraven, den Basreliefs auf schwarzem Stein oder Schiefer und faszinierenden Skulpturen.

 

Cucina Bianco – Regionale kulinarische Genüsse

IMG_5674Ein Besuch in Triora bietet vor allem auch echte Gaumenfreuden. Sehr bekannt ist die sogenannte „Weiße Küche Liguriens“ – die einzigartige Cucina Bianca aus jahrhundertelang übertragenen Rezepten, die die Geschichte des Almauftriebs in den Alpen und des Hirtenlebens erzählen. Diese typische Kochart besteht aus lokalen Produkte der Hirten-Zivilisation: Mehl, Kartoffeln, Rüben, Lauch, Milchprodukte und Gemüse, alles Zutaten, die leicht zu finden sind auf den hohen Pfaden entlang denen sie mit den Herden reisten.

Cucina Bianca ist abgeleitet von der weißen Farbe ihrer Zutaten im Gegensatz zu den üblichen Farben der Mittelmeer Küche. Das Fehlen der Farbe zeigt sich aber nicht im Mangel an Geschmack oder gesunder Zutaten. Die Vorbereitung der geschmackvollen und energiereichen Gerichte ist sehr einfach, da diese oft in spartanischen Schutzhütten während der Reisen zubereitet wurden und keine lange Vorbereitungszeit benötigten. Unter den berühmtesten Gerichten sind zum Beispiel die „sugelli“, Wasser und Mehl Gnocchi, serviert mit „Bruss“, Cremekäse.

Zu den Spezialitäten direkt aus Triora, die ihr hier unbedingt probieren müsst, gehören:

 

Das Brot von Triora

panTriora1_13581_1303_13581_1781Nach unserer Wanderung durch die Gassen machten wir an einem kleinen Platz Stopp und probierten das bekannte Brot von Triora. Eine örtliche Bäckerei macht sich verdient um den Ort und bäckt wirklich köstliches Brot, das inzwischen in der gesamten Region bekannt und beliebt ist.

 

„Kein Brot schmeckt so gut mit Tomate, wie das aus Triora. Sie sind für einander gemacht. Seit Beginn der Welt wurden sie dazu geschaffen, sich zu vereinen.“

So feiert der Schriftsteller Rosella Postorino das Triora aus Brot in seinem Buch “Il mare in salita“. Das Brot ist dunkel und nach Hausmannsart gebacken und gehört zum Kreis der bekannten 37 Brotsorten Italiens. Es wird aus Mehl und Kleie zubereitet.

Nach dem zweiten Weltkrieg entschied Angiolono Asplanato, Bäcker in Triora, die Produktion mit Hilfe der alten mündlich überlieferten Rezepte wieder aufzunehmen. Die Rohmaterialien sind lokale Zutaten: Quellwasser aus den Bergen und Weizen, der zu jener zeitreichlich im Valle Argentina vorkam. Es wird mit drei Typen von Mehlen reich an Faserstoffen und Protein hergestellt.

Das Brot hat auch heute noch die Größe und charakteristische Form eines Bergbrotes: Laibe von 500 Gramm oder einem Kilo. Es ist innen golden, außen knusprig und außen mit Kleie-Staub bedeckt, auf dem es vor dem Backen abgelegt wird.

Wir haben uns für ein Panino belegt mit frischen Tomaten, Basilikum und Olivenöl entschieden. Panino als Verkleinerung ist allerdings eine maßlose Untertreibung. Die Scheiben waren ordentlich groß!

 

Bruzzo – traditoneller fermentierter Almkäse

BruzzoBesonders köstlich ist das Brot von Triora mit dem traditionellen besonderen Almkäse, dem Bruss oder auch Bruzzo: Es ist ein würziger Käse, der aus der natürlichen Gärung (Fermentation) von Ricotta-Käse mit Kräutern und Gewürzen entsteht und einen leicht scharfen Geschmack hat. Bruzzo ist ein Elixir des Lebens und sogar vorrömischen ligurischen Ursprungs.

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Der Bruzzo-Käse entsteht aus der Milch der Brigasca-Schafe. Pecora Brigasca ist der Name der Schaf-Rasse von Brigasca, einem Bereich, in den Seealpen in der italienischen Region Ligurien, in der Nähe der französischen Grenze. Die Schafe sind sehr wendig und geeignet für das Leben in den Bergen. Sie sind das Symbol der alten Traditionen von Ligurien. Da die Zahl dieser Tier sich dramatisch verringerte, wurde ein Slow Food Präsidium eingeführt, um diese Herde zu schützen und die Produktion des besonderen Käses zu unterstützen.

Die Fermentation des Bruzzo könnt ihr auch einfach selber ausprobieren: Hier ist das Rezept:

  • Einen sehr aromatischen und zarten „Quark“ aus Ziegen- oder Schafsmilch nach Geschmack salzen
  • Ein Gläschen Anis oder Grappa hinzufügen
  • Zwei Monate in einem Holzbehälter natürlich mit Mikroorganismen fermentieren lassen
  • Einmal am Tag umrühren, um die Masse mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen- bis eine glatte cremige Masse entsteht, die einfach zu streichen ist.

Hinweis: Die Bruzzo-Masse ist cremefarben, fast grau. Zur Aufbewahrung in Gläser füllen und mit Olivenöl bedecken und in den Kühlschrank stellen. Von Zeit zu Zeit umrühren.

Und hier gleich noch ein leckeres Gericht dazu!

Perfekte Gnocchi mit Bruzzo-Käsesauce: einfach und lecker!

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g frische Gnocchi
  • 2 EL Bruss-Käse
  • 2 EL Sahne
  • Salz

Die Gnocchi in reichlich Salzwasser kochen. Sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Während die Gnocchi kochen, den Bruzzo-Käse und die Sahne mischen.

Wenn die Gnocchi bereit sind, mit der Sauce kombinieren und für einige Sekunden wärmen. Guten Appetit!

Italienische Grüße

Susanne

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Süchtig machende fermentierte Gurken

Saure Gurken

Fermentierte milchsaure Gurken (Foto: S. Thiele)

Es ist gerade „Saure Gurken-Zeit“ und ich möchte euch hier ein sehr einfaches Rezept für milchsauer eingelegte Gürkchen mit Dill, Knoblauch und Chili vorstellen.
Das probiotische Gemüse ist nicht nur besonders köstlich – sondern auch sehr gesund für eure Darmflora. Der säuerliche Geschmack entsteht über die wild vorkommenden Milchsäurebakterien an den Gurken, die den Zucker im Glas vergären und so das spezielle Fermentationsmilieu schaffen.

Wir brauchen für 1 Liter Glas:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Chili
  • 3 frische Zweige Dill
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 g kleine Bio-Gurken
  • 1 gehäufter Esslöffel (20g) Meersalz
  • 3 Weinblätter

Nun geht es los!

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Ich verwende meist gleich ein 5-Liter Glas. (Foto: S. Thiele)

  • Das 1 Liter Bügelglas und den Deckel mit heißem Wasser gründlich ausspülen.
  • Chili in Streifen schneiden (Samen für die Schärfe nicht entfernen) Zusammen mit Knoblauch, Dill und Lorbeerblatt in das Glas geben.
  • Gurken gründlich waschen. An beiden Enden dünn abschneiden. Kleine Gurken bleiben ganz. Größere werden in 2-3 cm große Stücke geschnitten. Wichtig: Die Gurken so eng wie möglich in das Glas stapeln. Unter dem Glasrand etwa 2 cm Platz lassen. Meersalz dazugeben.
  • Die Gurken mit den sauberen Weinblättern bedecken und soviel chlorfreies Wasser dazugeben, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Das Glas nun gut verschließen.
  • Einfach 5 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Die Gurken und Blätter müssen unter Wasser belieben, damit sich kein Schimmel bildet. Nach 1-2 Tagen wird das Wasser trüber und die Gurken verändern ihre Farbe.
  • Das Glas nach circa 5 Tagen in den Kühlschrank stellen. Die fermentierten Gurken können sofort gegessen werden. Mir schmecken sie am besten, wenn sie noch 2 Wochen lang weiter im Kühlschrank fermentieren.

Weitere Tipps:

  • Ich setze die Gurken bei einer vierköpfigen Familie praktischerweise gleich im 5 Liter Glas an. Die Mengen sind dann entsprechend zu verfünffachen.
  • Die Weinblättern enthalten Gerbstoffe, die dafür sorgen, dass die Gurken knackig bleiben. Genauso verwendbar sind Eichen-, Kirsch-, Himbeer- oder Brombeer-Blätter.
  • Heißer Tipp: Das Gurkenwasser nicht weggießen, denn es enthält auch gesunde Probiotika. Es kann zu Salatsoßen oder Suppen verwendet werden. Um die Verdauung anzuregen, kannst Du auch eine halbe Tasse vor der Mahlzeit trinken.
  • Variation: Diese Rezept funktioniert auch sehr gut mit kleinen Zucchini oder mit einer Mischung aus Gurken und Zucchini.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Probiotische Grüße

Susanne