Mikrobenzirkus

Von Mikroben und Menschen

Buchtipp: „Germ Stories“ von Arthur Kornberg

2 Kommentare

Titel "Germ Stories" von Arthur Kronberg

Titel „Germ Stories“ von Arthur Kronberg

Bei Recherchen nach guten Mikrobiologiebüchern für Kinder und Jugendliche fiel mir das folgende positiv auf. Die „Germ Stories“ geschrieben vom Nobelpreisträger Arthur Kornberg mit wunderschönen witzigen Illustrationen von Adam Alaniz und Fotos von Roberto Kolter. Es ist in englischer Sprache geschrieben und eigentlich für Kinder von 4 bis 10 Jahren geeignet. Aber ich bin mir sicher, dass es erwachsenere „Mikrobiologie-Nerds“ ebenso lieben werden.

Arthur Kornberg erhielt 1959 zusammen mit Severo Ochoa den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für die Entdeckung des Mechanismus in der biologischen Synthese der Ribonukleinsäure und der Desoxyribonukleinsäure“.

Arthur Kornberg Bildquelle: gemeinfrei

Arthur Kornberg
Bildquelle: gemeinfrei

Er erzählte seinen drei Söhnen abends vor dem Zubettgehen immer Mikrobengeschichten , die „Germ Stories“. Später veröffentlichte er diese für seine Enkelkinder in einem Buch. Einer seiner Söhne, Roger D. Kornberg, ist ebenfalls Nobelpreisträger geworden. Soviel zum didaktischen Erfolg ….

Die Germ Stories sind als Gedichte und Reime verfasst „to all, young and old, who adore the little beasties“. Ich habe das Buch meinen Kindern im Alter von 12 und 15 Jahren als Testpublikum vorgelesen, die viel Spaß daran hatten. Die englische Sprache machte es natürlich etwas schwieriger, aber so ist es eine gute Erweiterung zum Englischunterricht.

 

Mir gefällt besonders gut, dass die Keime die vorgestellt werden, nicht nur Krankheitserreger sind, wie z.B. Staphylococcus oder Helicobacter. Man erfährt auch Interessantes über nützliche Hefen (Brot) oder die bakterielle „Menagerie“ unseres Darms.

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Ein Blick ins Buch „Germ Stories“

Jedes Kapitel startet mit einer kleinen Geschichte über einen einzelnen Keim, in der er porträtiert wird. Sogar einige „richtige“ Fakten werden dabei vermittelt. Lustige Zeichnungen und echte Fotos der Kolonien auf Nährmedien oder unter dem Elektronenmikroskop komplettieren das.

 

Besonders eingängig sind die Geschichten natürlich, weil sie als Reime verfasst sind: Hier ein Beispiel:

 „Staph aureus is on your hands and on your hair.

It‘s in your nose – it’s everywhere!

If you prick your skin, it enters and thrives:

Millions of germs, very much alive.“

 

Und kleine Lektionen gibt es zum Schluss:

Blick ins Buch "Germ Stories"

Reime und lustige Illustrationen

 

„And you know: when handling food,

Wash your hands,

germs to exclude.“

 

 

Die Geschichten haben ab und zu einen gewissen „Thrillfaktor“, aber der macht ja auch die Faszination des Mikrokosmos aus.

 

Fazit: Das Buch ist sehr zu empfehlen, für alle die sich für Mikrobiologie begeistern und vielleicht in Unterricht oder Lehre mal einen witzigen Aufhänger brauchen. Der Buchhandel bietet es unter anderem bei Amazon an.

Wenn Du einen weiteren guten Buchtipp zum Thema hast, dann freue ich mich auf Deinen Kommentar!

 

Autor: Susanne Thiele

Biologin und Wissenschaftsautorin aus Braunschweig www.susanne-thiele.de

2 Kommentare zu “Buchtipp: „Germ Stories“ von Arthur Kornberg

  1. Die sind sooo süß! Welch ein klasse Buchtipp, ich habs auf meine Liste aufgenommen 🙂 Sehr ähnlich mit Augen auf den Mikroben hab ich auch meine Hygieneschulung illustriert.

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